Claudia Garde mit „Ottilie von Faber Castell“

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Die Regisseurin Claudia Garde begann ihre Karriere in der Filmbranche als Schauspielerin. Nachdem die gebürtige Bremerin in Paris und London ihre Schauspielausbildung abgeschlossen hatte, spielte sie im Ausland auf verschiedenen Theaterbühnen, wie dem Théâtre de l’épée de Bois. Anschließend kehrte sie nach Deutschland zurück, um Drehbuch und Regie an der „Filmakademie Baden- Württemberg“ zu studieren. Mit dem Abschlussfilm ihres Studiums „Die man liebt“(1999) erhielt sie ihr Diplom und startete von da an, ihren Berufsweg als Regisseurin.
Ihr erster Fernsehfilm war „Eine Hand voll Glück“ (1999) (Drehbuch) und es folgten unter anderem „Paulas Schuld“ (2001), „Mehr als nur Sex“ (2002), „Stubbe- Von Fall zu Fall“ (2003), „Die Frau am Ende der Straße“ (2005), „Ein Sommer mit Paul“(2006), „Flemming“ (2009), „Bankraub für Anfänger“ (2011), „Das Glück der Anderen“ (2013), „Eine gute Mutter“ (2016) und „Das Nebelhaus“ (2017).

Außerdem führte sie bei verschiedenen Tatort-Filmen wie „Tatort-Kindstot“ (2000) Regie, für den sie mit dem Goldenen Gong und zwei deutschen Fernsehpreisen ausgezeichnet wurde. Neben dem Bayrischen Filmpreis, den sie dieses Jahr für die beste Regie in den Filmen „Das Nebelhaus„ und „Eine gute Mutter“ bekommen hat, hat sie 2006 für „Die Frau am Ende der Straße“ auch den Bernd Burgemeister Preis erhalten. Zudem führte sie bei zahlreichen Episoden verschiedener Serien, zum Beispiel „Himmel und Erde“ (2000), „Doktor Martin“ (2008) und „Die Kanzlei“ (2013), Regie.
Der Eventfilm „Ottilie von Faber Castell“ findet im Jahre 1893 statt. Ottilie Faber (gespielt von Kristin Suckow), erbt im Alter von gerade einmal 16 Jahren, das Unternehmen ihres plötzlich verstorbenen Vaters. In einer Zeit, in der das Führen von Geschäften noch Männersache ist, stellt sie sich mutig dieser Herausforderung. Sie kann sich durchsetzen, führt das Unternehmen und ist ihrer Zeit dabei weit voraus. Plötzlich treten dann aber gleich zwei Männer in ihr Leben, die um sie werben: Alexander Graf zu Castell-Rüdenhausen (gespielt von Johannes Zirner) und Philipp von Brand zu Neidstein (gespielt von Hannes Wegener). Ob sie den Balance-Akt zwischen Beruf und Liebe schaffen kann?
Der Film basiert auf einer Romanvorlage von Asta Scheib mit dem Titel: „Eine Zierde in ihrem Hause – Die Geschichte der Ottilie von Faber-Castell“.
Wir freuen uns auf Regisseurin Claudia Garde, die beim „Directors Talk“ einen Einblick in das aufregende Leben der Ottilie von Faber Castell und die gleichnamige Verfilmung, bei der sie das Drehbuch geschrieben und Regie geführt hat, geben wird.